03.10.2016

24 Stunden-Dienst beim BF-Tag in Tabarz

Wieder einmal ging es für unsere THW Jugend nach Tabarz zum Berufsfeuerwehr-Tag. Teilgenommen haben unter anderem die Jugendfeuerwehr aus Tabarz, Waltershausen und Winterstein. Zum ersten Mal konnte auch das Jugend Rot Kreuz aus Tabarz sowie Waltershausen begrüßt werden. Über 30 Kinder waren vom Samstag zum Sonntag in Tabarz und erlebten viele Spannende Einsätze.

Nach der Einteilung der Fahrzeuge, der Gruppen und der Gruppenführer, sowie der Gründung der „Leitstelle Inselsberg“, gab es eine kleine Erste Hilfe Auffrischung für alle Jugendlichen. In derselben Zeit bereiteten die Erwachsenen den ersten Einsatz vor, ein Verkehrsunfall zwischen Quad und Fahrrad in einem Waldstück .Der Quadfahrer war bewusstlos und der Fahrradfahrer hatte eine Kopfplatzwunde.

Die Feuerwehrkräfte sicherten die Unfallstelle ab und führten die Erste Hilfe durch bis die

Rot Kreuz Kräfte eintrafen.

In der Zwischenzeit forderte der Einsatzleiter das THW an, um eine Beleuchtung auf zu bauen, da es anfing dunkel zu werden. Nach dem alle Verletzen in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht wurden und alles wieder abgebaut wurde, gab es Abendbrot.


Für die Kinder und Jugendlichen war nun Freizeit angesagt, bis plötzlich der Alarm-Ton der Leitstelle ertönte.

Als die ersten Kräfte an der Einsatzstelle ankamen, wurde klar, diesmal würde es besonders spannend werden. Bei einem Gefahrgutunfall mussten alle gut zusammen arbeiten. Während die Jugend des Roten Kreuzes die 2 verletzen Kraftfahrer versorgten, baute das THW erneut eine Lichtversorgung auf und unterstütze die Feuerwehr beim Aufbau der erforderlichen Dekontaminationsanlage.

Noch bevor die Verletzen abtransportiert wurden waren die ersten Kräfte unter selbstgebauten Atemschutz zum Fahrzeug vorgedrungen. Dort haben sie ein weiteres auslaufen von Gefahrstoff verhindern können.


Wieder im Gerätehaus Tabarz angekommen sind die Kinder sprichwörtlich ins Bett gefallen. Trotzdem drang aus einigen Zelten noch Geschnatter, aber auch das war nach kurzer Zeit vorbei, zumindest bis wieder der Alarm ertönte.

Diesmal lautete der Einsatzauftrag: „Verwirrte Person verbarrikadiert im Gebäude“.

Als die Kinder die Tür offen und alles Holz zur Seite geräumt hatten, begrüßte der verwirrte Gefundene die Jugendfeuerwehr mit einem Dreizack. Nach kurzem Überreden kam er aber freiwillig mit hinaus und ist mit einem Krankenwagen in das nächste Krankenhaus gebracht wurden.


Zurück im Gerätehaus dachten alle Kinder das es jetzt für die Nacht alles war, aber nein, eine andere Gruppe wurde mittels Alarm geweckt. Alle vermuteten, dass es wieder ein langer Einsatz wird. Es hieß „Feuerschein über Baumarkt“. Zum Glück war es nur ein Fehlalarm, alle konnten zurück ins Gerätahaus verlegen und ihrem wohlverdientem Schlaf nachkommen.


Morgens um 6 dann ein Einsatz für alle Einsatzgruppen. Es ging in den nahe gelegenen Lauchagrund. Dort musste ein Bach angestaut werden, um Unwetterschäden zu beheben. Als die ersten Kräfte angerückten, wurde zuerst sicherheitsbedingt die Lichtversorgung aufgebaut, weil es noch sehr dunkel war. Als die Einsatzkräfte mit dem Anstauen fertig waren, meldete sich plötzlich die Leitstelle. Dort wurde per Notruf gemeldet, dass 2 Personen in der Nähe der Einsatzstelle vermisst werden. Also schickte der Einsatzleiter eine Gruppe mit 5 Helfern als Suchtrupp los. Relativ schnell konnten sie gefunden werden.

Die Rot Kreuzhelfer versorgten die vermissten und bewusstlosen Personen und brachten diese ins Krankenhaus. Als alle Einsatzaufträge abgearbeiteten waren ging es zurück zum Gerätehaus, Frühstück essen.



Nach dem Frühstück fingen einige Kinder an ihre Schlafsäcke zusammen zurollen und die ersten Betten abzubauen. Doch plötzlich hieß es wieder Einsatzalarm.

Verkehrsunfall ohne weiteren Informationen hieß es.

Am Einsatzort angekommen stritten die 2 verletzten Verkehrsteilnehmer noch miteinander. Schnell wurden die Streithähne getrennt und medizinisch versorgt. Die Jugendlichen haben schnell die Löschbereitschaft hergestellt, um die beiden brennenden Fahrzeuge zu löschen. Anschließend wurde zurück gebaut und die Reste des Feuers zusammen gekehrt.


Auf der Rückfahrt zum Gerätehaus schellte wieder der Alarm. Eine Mutter hatte versucht mit ihrer Tochter die entlaufene Katze Mimi vom Baum zu holen. Jedoch stürzte dabei das Kind samt Leiter um und war bewusstlos. Das Jugendrotkreuz wurde zuerst alarmiert, jedoch wie es auch im wahren Leben passieren kann, streikte ihr Fahrzeug. Also musste sie zu Fuß zur Einsatzstelle eilen. Dort angekommen, versorgten sie das bewusstlose Mädchen. Der Gruppenführer forderte über die Leitstelle mehr Kräfte an, um die Katze zu retten und das Mädchen zum liegen gebliebenen Krankenwagen zu bringen. Als die angeforderten Kräfte kamen ging alles sehr schnell und gezielt.

3 Jugendliche haben mit der Leiter die Katze gerettet und 3 Feuerwehrkräfte haben dem Roten Kreuz beim Tragen der Krankentrage geholfen.

Als Kinder und Jugendlichen wieder im Gerätehaus ankamen, stürzten sie sich auf das Mittagessen, welches von den besten 3 „Küchenfeen“ gekocht worden ist.


Langsam neigte sich der BF-Tag dem Ende. In der letzten Besprechung der Betreuer wurde überleg, ob man noch einen Spontan-Einsatz machen sollte, da die Kinder schon nach Ende des Letzten auf einen Folgeeinsatz gehofft hatten. Alle waren sich einig, dass es war genug für die Kleinen. Es wurden die letzten Sachen gepackt und aufgeräumt. Zu guter Letzt wurde sich noch für ein Abschiedsfoto aufgestellt und die Betreuer verabschiedeten sich von den Kindern und Jugendlichen des Roten Kreuzes, THW und der Jugendfeuerwehren, sowie die Kinder untereinander.


Zum Abschluss sollte noch unbedingt gesagt werden, dass sämtliche Einsätze im Zepter der Kinder lagen. Die eingeteilten Gruppenführer sowie der Einsatzleiter mussten sich somit selber Gedanken machen, wie jeder Auftrag abgearbeitet werden muss, bzw. welche Kräfte sie bei der Leitstelle anfordern. Nur in Notsituationen griffen die Betreuer ein. Jedoch konnte man dies an einer Hand abzählen.



Die Kinder und Jugendlichen haben eine hervorragende Arbeit geleistet! Wir, die THW- Jugend freuen uns schon auf nächstes Jahr :)


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